Work Experience bedeutet einfach soviel wie Arbeitserfahrung sammeln. Um dies aber etwas spannender und abwechslungsreicher zu gestalten, gibt es mittlerweile einige Anbieter, die Work Experience im Rahmen eines Auslandsaufenthalts vermitteln.
Work Experience ähnelt vom Prinzip her dem Work and Travel Programm, unterscheidet sich aber doch wesentlich von dessen Aufbau.
Work Experience verbindet ebenfalls Arbeiten im Ausland mit dem Erlernen einer Fremdsprache, im Gegensatz zu Work and Travel geht es aber nicht in erster Linie darum zu reisen und ein anderes Land kennenzulernen, sondern Erfahrungen in der ausländischen Arbeitswelt zu sammeln. Land und Leute können dabei natürlich trotzdem kennengelernt werden. Häufig wird im Work Experience Programm daher ein Praktikum in einem ausländischen Unternehmen mit einem begleitenden Sprachkurs angeboten. Leider können im Voraus keine gesicherten Praktikumsplätze vermittelt werden, dafür wird der Bewerber aber bei tatkräftig unterstützt und ihm geholfen wo es nur geht.
Zuerst entscheidet man sich für ein Land, in welchem man das Praktikum gerne absolvieren würde. Für die Aufbesserung des Englischen eignen sich hier vor allem Großbritannien und Irland, sowie Australien, Neuseeland, Kanada, die USA und Südafrika. Weiterhin kann zwischen mehreren Themengebieten gewähl werden, die für ein Praktikum von Interesse sind. Einige Beispiele sind hier die Gebiete Architektur, Marketing, Werbung, Journalismus, Graphik Design, Finanzwesen oder Politik.
Von der Vermittlungsagentur erhält man einen Sprachtest, sowie Musterschreiben von den landestypischen Lebensläufen und Motivationsschreiben. Nach diesem Prinzip kann nun eine individuelle Bewerbung zusammengestellt werden. Ist alles fertig, wird es an den Anbieter zurückgeschickt und dieser leitet es dann an die verschiedenen Unternehmen weiter.
Der Sprachtest sollte ehrlich und ohne Hilfe beantwortet werden, da ein Telefoninterview mit der Sprachschule im Ausland anfällt. Kommt es dann zu hilflosem Stottern, obwohl man 1A Englischkenntnisse vorgetäuscht hat, könnte es mehr als peinlich werden.
Doch noch immer ist der Praktikumsplatz nicht garantiert. Erst ein Vorstellungsgespräch bei dem potentiellen Arbeitgeber entscheidet darüber. Sollte dies aus irgendwelchen Gründen fehlschlagen, kann ersatzweise verlängert an den Sprachkursen teilgenommen werden.
Über die Dauer kann bis zu einem gewissen Grad selbst entschieden werden, sie ist jedoch auch von den einstellenden Unternehmen abhängig. Normalerweise kann davon ausgegangen werden, dass zuerst ein vierwöchiger Sprachkurs absolviert wird, der auf das Bevorstehende vorbereitet, dann folgt ein ca. vierwöchiges (oder mehr) Praktikum im Anschluss.
Bei Auslandsaufenthalten außerhalb Europas müssen Informationen zu den anfallenden Visa eingeholt werden.