Cork ist die zweitgrößte Stadt Irlands und könnte als das irische Venedig bezeichnet werden. Denn wie das italienische Vorbild ist die Stadt auf Wasser gebaut, das Stadtzentrum liegt dabei auf einer Insel auf dem River Lee. Von den Einheimischen wird Cork auch gerne als die „wahre Hauptstadt“ bezeichnet.
Als Sprachschüler in Cork sollte man es sich nicht entgehen lassen einen Ausflug zu Blarney Castle zu machen. Eine Legende besagt nämlich, dass der dort heimische Blarney Stein denjenigen der ihn küsst mit großer Redegewandtheit ausstattet. Was könnte einem besseres passieren als aus dem Feriensprachkurs dieses Geschenk mitzunehmen?
Wer dem regen Treiben der Stadt entfliehen möchte, kann in den umliegenden kleinen Fischerdörfern zur Ruhe kommen. In Verbindung mit Fisch gab es in Cork vor einiger Zeit eine sehr eigene Tradition: Whipping the Herring („Den Hering auspeitschen“). Bis zum frühen 19. Jahrhundert wurde am Ende der Fastenzeit in einer Parade ein Hering von dem ortsansässigen Schlachter ausgepeitscht. An dem Fluss angelangt, warf er den Hering ins Wasser und kehrte dann mit einer geschmückten Lammkeule zurück: Endlich gab es wieder Fleisch. Zu Corks traditionellen Speisen gehören übrigens u.a. Crubeens (gesalzene Schweinefüsse), Tripe (Magen) und Drisheen (Irish black pudding: Wurst aus einer Mischung von Kuh-, Schweine- und Schafsblut). Sollten einem diese regionalen Spezialitäten nicht zusagen, sollte man nicht gleich verzweifeln. Es gibt in Irland durchaus auch andere Mahlzeiten.