How are tings mate? Wer gerne Englisch lernen möchte, das Vereinigte Königreich aber schon kennt, der wird mit einem Auslandsaufenthalt in Irland (Irisch Éire) gut beraten sein.
Wegen seiner lebendigen grünen Landschaften wird Irland auch gerne die grüne Insel genannt (im englischsprachigen Raum Emerald Isle). Vermutet wird, dass die Insel schon ca. 6000 v.Chr. von Menschen aus der mittleren Steinzeit bewohnt wurde. Etwa 4000 Jahre später sollen dann Völker aus Südeuropa gekommen sein, die für einige der noch heute bestehenden neolithischen Bauwerke verantwortlich sind. Dazu gehören zum Beispiel die Gräber in Newgrange und Knowth in County Meath. Beide wurden schätzungsweise 3200 v.Chr. errichtet und sind damit älter als Stonehenge. So wird aus einer einfachen Sprachreise gleich eine Bildungsreise.
Irlands Vielfältigkeit zeigt sich in zahlreichen Beispielen. Ob Literatur, Sport oder Trinkkultur, überall hat die grüne Insel etwas weltbekanntes hervorgebracht. So hat etwa das Guiness Storehouse, ein Museum auf dem Grund der Guiness Brauerei in Dublin, allemal einen Besuch verdient. Zu sehen gibt es alles, was mit dem Bierbrau zu tun hat und zu guter Letzt darf man sogar selbst in den Genuss eines Guiness kommen. Bier ist aber nicht das einzige Getränk für welches die Iren bekannt sind. Daneben gibt es noch Whiskey. Bushmills Distillery ist die einzige heute noch zu besichtigende Brennerei Irlands und dabei ganz in der Nähe des Giant's Causeway gelegen.
Einige der größten Schriftsteller stammen aus Irland. Wer hat noch nicht von James Joyces berüchtigtem Ulysses gehört. Auch Oscar Wilde, Samuel Beckett und W.B. Yeats stehen als Namen für sich. Besonders in Dublin wird man im Zuge seines Sprachaufenthaltes die Möglichkeit haben, Irlands Schreiber besser kennenlernen zu können.
Für Sportinteressierte gibt es gleich mehrere neue, zuerst ungewöhnlich scheinende, Sportarten. Dies ist zum einen Gaelic Football, zusammen mit Hurling, die wohl beliebteste Sportart Irlands. Zu jeder Mannschaft zählen dabei 15 Spieler, die auf einem rechteckigen Platz mit H-förmigen Toren spielen. Wer jetzt an Rugby denkt, der mag nicht ganz falsch liegen, aber dennoch ist Gaelic Football ein bisschen anders. Ziel ist es, den Ball durch die Tore zu befördern, der Ball wird dabei von den Spielern getragen, fallengelassen und durch einen Tritt mit dem Fuß wieder zurück in die Hände gespielt, geschossen oder per Hand zu einem Teamkollegen gepasst. In dieser Form gibt es das Spiel schon seit 1887, seine Ursprünge hat es aber vielleicht in dem bereits 1537 entwickelten irischem Fußballspiel Caid.
Hurling dagegen besitzt Ähnlichkeiten zu Hockey. Tor, Anzahl der Spieler und einige Begriffe stammen jedoch vom Gaelic Football. Die Spieler versuchen mit einem hölzernen Schläger (Hurley) einen kleinen Ball (Sliothar) in das Tor des Gegners zu befördern. Dabei zählt ein Treffer über der Trennlinie (wir erinnern uns an das H-förmige Tor) einen Punkt, ein Treffer unter der Linie drei Punkte. Der untere Bereich wird dabei von einem Torwart bewacht. Der Ball kann vorwärts gespielt werden, indem er höchstens vier Schritte in der Hand gehalten und dann durch einen Wurf und einem Schlag mit dem Hurley abgespielt wird, oder durch einen einfach Schlag mit der Hand. Möchte ein Spieler den Ball länger tragen, muss er beim Laufen den Ball auf seinem Hurley dribbeln. Die Variante für weibliche Spieler heißt übrigens Camogie.