Australien ist nicht nur ein anderer Kontinent für einen Europäer, sondern gleich eine ganz andere Welt. Schließlich muss man um ans Ziel zu kommen eine ganz schön lange Reise zurücklegen. Ca. 18-22 Stunden braucht man, um aus Deutschland nach 'Down Under' zu fliegen. Aber das ist es den Zeitaufwand alle Mal wert.
Für eine Sprachreise nach Australien empfiehlt es sich, ewas mehr Zeit einzuplanen. Zum einen aufgrund der langen Reisezeit und zum anderen um überhaupt eine Chance zu bekommen das Land kennenzulernen, denn 7,69 Millionen km² bieten unzählige Möglichkeiten für Unternehmungen. Hier nun ersteinmal ein paar grobe Informationen über Land und Leute. Und dann auf zu einer Sprachreise nach Australien, denn dort gibt es noch viel mehr zu entdecken!
Wer schon einmal einen Australier reden gehört hat, der weiß was ihn am anderen Ende der Welt erwarten wird. Wer dies noch nicht getan hat, der wird es schnell herausfinden, denn die Australier haben einen ganz anderen Akkzent als Engländer oder gar Amerikaner. Verzweifeln muss man nun aber nicht. Wie bei jeder anderen Sprache, wird man sich schnell daran gewöhnen und nach ein paar Tagen vielleicht bereits selbst einige neue Redewendungen und Slangwörter parat haben. Ein Beispiel: Je nachdem was man im Englischunterricht gelernt hat, oder wenn man bereits einmal längere Zeit in den Staaten war, wird man nach der Toilette möglicherweise mit dem Wörtchen 'bathroom' fragen. In Australien ist dies nicht so. Ein 'bathroom' ist nämlich einfach das wonach es klingt: ein Badezimmer. Die Toilette befindet sich meist separiert und deshalb fragt man einfach nach der 'toilet', 'dunny', 'loo' oder den 'Gents' und 'Ladies'. Trifft man auf einen besonders lustigen Landsmann, kann es nämlich passieren, dass man wirklich in das Badezimmer geschickt wird, auch wenn eigentlich klar ist, dass die Toilette gemeint war.
Der größte Teil Australiens ist Wüstenregion, die meisten Städte liegen daher an oder in der Nähe der Küste. Dennoch gibt es viele Touristenattraktion in der Mitte des Landes. Zu den wohl bekanntesten zählt Ayers Rock im Northern Territory. Allerdings sollte man sich vorher genau überlegen, ob man einen Auflug hierhin unternehmen möchte. Ayers Rock, oder genauer Uluru, ist nämlich eine Heiligstätte der Aborigines. Uluru und der umliegende Uluru-Kata Tjuta National Park wurden 1985 offiziell an die Ureinwohner Australiens zurückgegeben. Allerdings haben nun die 'Australian National Parks' und der 'Wildlife Service' die Attraktion für eine Dauer von 99 Jahren gepachtet.
Unweit entfernt befindet sich Alice Springs. Angefangen hat alles als eine kleine Telegraphenstation, doch heute ist die Stadt besonders bei Touristen beliebt, da sie so nah zu Uluru gelegen ist. Besonders ist sie auch, weil sie eine der wenigen Städte im australischen Outback ist. Hier haben gleich zwei ganz spezielle Einrichtungen ihren Sitz. Zum einen ist dies der 'Flying Doctor Service', welcher den Bewohnern des Outbacks eine medizinische Versorgung bietet. Dies tut er 24 Stunden am Tag und 364 Tage im Jahr. Ein ausgedehntes Radio- und Funksystem sorgt für den ständigen Kontakt zwischen medizinischem Personal und Bewohnern. Zum anderen gibt es dort die 'School of the Air', welche nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert. Seit 1951 wird der Kontakt zwischen Schülern und Lehrern hergestellt um das Gefühl der Abgeschiedenheit zu lindern. Des Weiteren sorgen die Post und ein Computer, sowie Faxgeräte für den Erhalt von korrigierten Aufgaben. Normalerweise bekommen die Schüler eine halbe Stunde Unterricht pro Tag. Danach werden sie von einem Familienmitglied oder einem Angestellten beaufsichtigt. Alle drei Monate schaut der Lehrer persönlich vorbei.
Trotz der vielen schönen Naturschauplätze birgt Australien ein paar Gefahren. Bei richtiger Beachtung ist aber auch dies kein Problem, schließlich überleben die Australier ja auch. So sollte man zum Beispiel nicht unüberlegt schwimmen gehen, da Krokodile eine weitverbreitete Spezies auf dem Kontinent ist. In der Regel informieren Hinweisschilder. Weiterhin treiben Seewespen, die Blauringkrake, der Steinfisch, die Tigerotter und auch die Trichternetzspinne ihr Unwesen. Sie alle sind giftig, aber es kann ihnen aus dem Weg gegangen werden. Dafür gibt es wiederrum auch Tiere zu sehen, die viel 'niedlicher' wirken. So kann einem durchaus nach dem Sprachunterricht ein Känguru über den Weg laufen.
Natürlich gibt es in Australien noch vieles mehr. Einige der schönsten Unterwasserwelten sind hier zu finden. Das Great Barrier Reef etwa, beherbergt das weltgrößte Korallensystem. Unendlich viele Möglichkeiten für Sport bieten sich an. Vielleicht möchten einige Sprachurlauber einmal in den Genuss des Australian Football kommen? Dieses hat nämlich seine ganz eigenen Regel und unterscheidet sich von dem bekannteren American Football. Um Australien kennenzulernen sollte man einfach am besten selbst dorthin reisen.